Tiergestützte Pädagogik

Labrador BrunoDer Labrador „Bruno“ ist der Familienhund der Leitung Frau Breitner-Käser.

Bruno hat eine 3 jährige Ausbildung zum Begleithund für pädagogische und therapeutische Zwecke absolviert. Er darf sich somit Therapiehund nennen und kann in folgenden Bereichen eingesetzt werden:

  • in Kindergärten
  • in Krankenhäusern
  • in Schulen
  • in Seniorenheimen
  • bei jugendlichen Straftätern

Therapiehunde verfügen über ein großes Maß an Grundgehorsam, haben eine hohe Toleranzschwelle gegenüber Menschen, Lärm, Geräuschen, Unruhe und Gerüchen.

Sie lieben den Kontakt zu den Menschen und werden für viele Aufgaben im zwischenmenschlichen Bereich ausgebildet.
Dazu gehört es, sich von jedermann anfassen und an der Leine führen zu lassen, nicht an Menschen zu schnuppern, nicht auf Windeln oder Lebensmittel zu reagieren und nicht unaufgefordert etwas zu fressen.

Bruno wird durchgängig tierärztlich betreut und ist sowohl über den Träger als auch privat haftpflichtversichert.

Natürlich werden die Hygieneregeln im Umgang mit Tieren eingehalten. Die Projektarbeit ist mit dem Gesundheitsamt abgesprochen. Bruno betritt den Schlafraum, die Sanitärräume und die Küche nicht. Er ist im Kindergarten nur mit seinem Frauchen unterwegs und er hat eine Rückzugsmöglichkeit im Leitungsbüro.
Die Arbeit mit ihm und den Kindern findet in Projekten statt. An der Eingangstüre hängen dann Listen aus, in die die Eltern ihr Kind für dieses besondere Angebot eintragen können.

Hier  eine kurze Projektbeschreibung „Kinder und Hunde“

Hunde gehören zum Alltag von Kindern. Sie leben mit ihnen innerhalb der Familie zusammen oder sie erleben Hunde bei Besuchen von Freunden und Familienangehörigen.
Sie treffen beim Spielen, beim Spaziergang oder beim Einkaufen häufig auf bekannte und fremde Hunde. Kinder sollen lernen, Hunde zu respektieren und mit ihnen artgerecht umzugehen. In Gesprächen und Spielen wird das Verständnis für das Anderssein von Hunden im Vergleich zum Menschen entwickelt und in Rollenspielen, Büchern und Sachgesprächen geübt, wie Kinder sich einem fremden oder einem bekannten Hund gegenüber verhalten sollen. Auch Kinder, die Angst vor Hunden haben, lernen ihr Selbstbewusstsein gegenüber Hunden zu stärken. Ziel ist, Hundebissen und Angst einflößenden Situationen mit Hunden vorzubeugen.

Im Anschluss ist Bruno noch im Garten dabei oder wir gehen mit ihm spazieren. Bei diesen Aktivitäten kann die Anzahl der Kinder entsprechend erhöht werden.

Warum ein Hund im Kindergarten?

Kinder können im sozialen Umgang viel von Hunden lernen, z.B wie sie angemessen auf ihr Gegenüber reagieren können.

Sie haben sicherlich selbst schon erlebt, wie stark Kinder auf Tiere reagieren. Viele Kinder haben ein großes Bedürfnis nach streicheln, versorgen und beobachten. Tiere berühren uns tief im Inneren und sprechen alle unsere Sinne an. Bruno kann helfen ihre Kinder stark zu machen, da er die Entwicklung von sozialer und emotionaler Intelligenz unterstützt, sowie Beziehungsfähigkeit fördert.

Empathie, die Fähigkeit sich in die Bedürfnisse anderer einzufühlen, können Kinder im Umgang mit Bruno lernen. In der Kindererziehung können Tiere eine wichtige Rolle spielen. Sie sind authentisch, können Trost spenden, bei der Stressbewältigung helfen und positive Atmosphäre schaffen.

Tiere sorgen für Entspannung: Wer mit einem Tier spricht oder es streichelt, zeigt eine Reihe von Veränderungen, z.B. wird das Gesicht locker, die Stimme höher, das Lächeln entspannter.

Tiere beruhigen und lösen: Sie erwarten kein „gutes Benehmen“.

Der Hund motiviert soziale Kontakte und Integration. Der Hund lässt sich mit allen Sinnen wahrnehmen und vermittelt ein Gefühl von Sicherheit und Vertrautheit.

Man darf ihn anfassen, streicheln, liebkosen, in den Arm nehmen: Mit einem Hund muss man nicht sprechen können. Er reagiert auch auf Zeichen, Gesten und vor allem auf Stimmungen. Durch den Hund lernt ein Kind Verantwortung und Pflichtbewusstsein kennen. In einer Zeit, in der sich jeder gerne mal aus der Verantwortung zieht, ist es unablässig, den Kindern die Möglichkeit zu bieten, Verantwortung zu übernehmen bzw. den Begriff Verantwortung einmal kennen zu lernen. Ein Hund hat Bedürfnisse und sein Halter trägt Verantwortung dafür, dass diese Bedürfnisse befriedigt werden.

Aus den genannten Gründen ist die „Tiergestützte Pädagogik“ in aller Munde.
Selbst Kolleginnen und Eltern die bisher eine eher skeptische Haltung gegenüber Vierbeinern hatten, sind auf den Hund gekommen.

Bruno unser Sozialarbeiter auf vier Pfoten, verbreitet eine positive Stimmung im ganzen Haus!